Die Vergänglichkeit

lässt uns demütig werden. Sie ist absolut gewiss, doch können wir überhaupt nicht vorhersehen, in welcher Form sie sich zeigen wird. Wir haben kaum Kontrolle darüber. Entweder weichen wir ängstlich vor diesem Dilemma zurück, oder wir entscheiden uns für eine ganz andere Reaktion.

Das Geschenk der Vergänglichkeit liegt darin, dass sie uns direkt ins Hier und Jetzt verortet.

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Wenn wir im Innersten verstehen, dass die Vergänglichkeit im Leben von Allem steckt, dann lernen wir, den Wandel besser auszuhalten. Wir bringen Allem mehr Wertschätzung entgegen und werden belastbarer.



Alles wird auseinanderfallen. Das gilt für unseren Körper wie für unsere Beziehungen und für das Leben insgesamt.

Es geschieht die ganze Zeit, nicht erst am Ende, wenn der Vorhang fällt.

Zusammenkommen bedeutet unvermeidlich, irgendwann Abschied zu nehmen.

Das muss nichts Beunruhigendes sein. Das Leben ist so.



Frank Ostaseski